Veränderungen

Liebe Gemeindeglieder in Eckersbach,

in einem alten Studentenlied heißt es: „o quae mutatio rerum“, zu deutsch etwa „wie sich die Dinge (Zeiten) ändern“. Das ist eine gängige Erfahrung, die wir alle machen müssen. Doch Sie in Ihren Gemeinden erleben das seit einigen Jahren sehr intensiv. Nicht nur, dass die Pfarrstelle nach kurzer Zeit wieder vakant ist, sondern auch in den ganzen Ungewissheiten der letzten Jahre im Blick auf das, was wohl kommen wird. Veränderungen gehören zum Leben, aber ein beständiger Schwebezustand macht auch mürbe und verbreitet Missmut.
In solchen Situationen ist die Sichtweise entscheidend. Das genannte Studentenlied ist kein Klagelied über nicht Zurückkehrendes, sondern ein sehr frohes Lied, das in geselliger Runde angestimmt wird.
Vielleicht ist das der Schlüssel. „Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eigenen Gedanken, denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben und seine Freude verlängert sein Leben.“ (Jesus Sirach 30,23+24). Und auch der Grund für das Fröhlichsein wird dort genannt: „Die Furcht des Herrn macht das Herz fröhlich und gibt Freude und Wonne und langes Leben.“ (1,12).
Aus diesem Vertrauen heraus lässt sich Kraft und Zuversicht schöpfen und die Dinge in heiterer Gelassenheit so nehmen, wie sie sind, um daraus Gutes werden zu lassen. Als Ihr neuer Hauptvertreter will ich jedenfalls die zusätzlichen Aufgaben nicht nur als Last sehen, sondern so gut als möglich die gemeinsame Zeit mit Ihnen gestalten. Entscheidend sind ja nicht die Personalien, sondern unser Auftrag, das gute, stärkende und frohmachende Wort von Gottes Zuwendung und Barmherzigkeit weiterzugeben. Und das macht sich mit einem hoffnungsfrohem Herzen einfach besser, als mit einem traurigen Blick auf das, was nicht mehr ist. Oder um es mit Martin Luther zu sagen: „Aus einem verzagten Arsch, kommt kein fröhlicher Furz.“
In dieser heiteren, von Gott getragenen, Zuversicht gehen wir es miteinander an.
Es grüßt Sie alle ganz herzlich Ihr (Interims-) Pfarrer Thomas Storl