Liebe Gemeindeglieder in Eckersbach,

wo gehöre ich hin? Diese Frage ist das Leitmotiv der diesjährigen Allianzgebetswoche, die derzeit in vielen Gemeinden begangen wird.

Ich kann mir vorstellen, dass auch in ihren Gemeinden diese Frage manch einen bewegt. Wo gehöre ich hin? Wo ist meine geistliche Heimat? In der Innenstadt, in Paulus, in Moritz, in Luther, oder? Wenn man nicht genau weiß, wo man hingehört und was aus dem Vertrauten wird, ist man verunsichert, verliert vielleicht Wesentliches aus den Augen, weil man sich neu finden muss. Diese Entwicklung zeigt uns, wie unbeständig vieles ist. Daher ist es gut, dass diese Frage unseren Blick erweitert und über das Vorfindliche hinausschauen lässt.

Zu allererst gehören wir als Christen zu Christus unseren Herrn, Bruder und Hirten. Zu allererst sind wir um das Evangelium versammelt. Diese Frohe Botschaft Gottes ist es, die uns zusammenhält. Sie ist unsere geistliche Beheimatung und unser Auftrag zugleich. Unabhängig von Strukturreformen und Umbildungen. Deshalb schreibt Paulus im Philipperbrief 3,20-21: „Unsere Heimat ist im Himmel, von dort erwarten wir den Herrn Jesus Christus...“. Von dieser Positionsbestimmung aus, weiß ich wo ich hingehöre und was ich in dieser Welt zu tun habe; in aller Vorläufigkeit das Evangelium zu bekennen und zu bezeugen. Von da aus lässt sich vieles neu sortieren und Ihr werdet in Euren Gemeinden geistlich beheimatet bleiben.

Dass Ihr das mit viel Vertrauen und Zuversicht umsetzt wünscht Ihr/Euer Interimspfarrer, der das letzte Mal als Hauptvertreter grüßt.

Gott befohlen, Thomas Storl